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Immersives und interaktives Lernen in Arbeitsprozessen

Immersives und interaktives Lernen in Arbeitsprozessen

Die fortschreitende Digitalisierung bringt Veränderungen für Entwicklungs-, Produktions-, und Betriebsprozesse, sowie die Organisation und das soziale Miteinander in den Unternehmen mit sich. Damit ergeben sich auch neue Chancen für Lern- und Weiterbildungsprozesse in der Arbeitswelt. Forschungsergebnisse zeigen, dass Wissen am besten durch praxisnahe Beispiele, mit Bezug zum Arbeitsalltag, angeeignet werden kann. Eine Chance dafür können Virtual Reality (VR) Headsets sein, die das Eintauchen (Immersion) in konkrete Arbeitssituationen ermöglichen. Die Anwendung von immersiven Lehr- und Lerninhalten in VR-Headsets bringen verschiedene Vorteile mit sich. Sie können zeit- und ortsunabhängig sowie beliebig oft und in der eigenen Geschwindigkeit der Lernenden genutzt werden. Hier entstehen, durch die Individualisierun,g lernfördernde Faktoren. Mit unmittelbaren Rückmeldungen durch die virtuelle Lernumgebung, wird der eigene Lernfortschritt sichtbar. Eine besondere Stärke der VR Headsets sind Simulationen von Situationen, die man in der realen Welt eher vermeiden würde.

Im Teilprojekt „Immersive Lernwelten“, das die Hochschule Merseburg mit der Handwerkskammer Halle (Saale) im Projektverbund des Zukunftszentrums Digitale Arbeit Sachsen-Anhalt durchführt, wird eine Anwendung für VR-Headsets entwickelt, die kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) zur Verfügung stehen soll.  Dafür wurde ein Szenario entworfen, in dem mögliche Arbeitssituationen mit neuen Methoden und Tools nachgestellt sind. Am Beispiel wird die Nutzung eines 3D Druckers gezeigt. In der virtuellen Welt kann sich der/die Nutzer*in mit verschiedenen Werkzeugen vertraut machen und verschiedene Schritte bis hin zur Fehlersuche und –beseitigung durchspielen. So kann sich selbstständig in der Umgebung erkundigt werden. Ein erstes Beispiel für eine virtuelle Lernumgebung, wird in dem oben verlinkten Video gezeigt, so kann sich bereits ein Bild von eventuellen Hilfestellungen und dem Erkunden der Umgebung gemacht werden.

Aktuell werden weitere Testmodule als Hilfswerkzeuge programmiert, um zukünftig in der VR-Anwendung weitere Elemente, wie z.B. Interaktionen, Grafiken und Texturen, einarbeiten zu können.  

(Mechthild Meinike & Oliver Ziegler, Hochschule Merseburg)

Das Projekt „Zukunftszentrum Digitale Arbeit Sachsen-Anhalt“ wird im Rahmen des Programms „Zukunftszentren“ durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen Sozialfonds gefördert und vom Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration des Landes Sachsen-Anhalt kofinanziert.