Drei Ansatzpunkte zur Stärkung organisationaler Resilienz

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Künstliche Intelligenz, Fachkräftemangel, Störungen in Lieferketten, veränderte Kundenbedürfnisse, steigende Kosten oder neue gesetzliche Anforderungen: Unternehmen in Sachsen-Anhalt stehen kontinuierlich vor neuen Herausforderungen in einer Arbeitswelt, die von Veränderung und Unsicherheit geprägt ist. Gefragt ist daher sowohl bei Beschäftigten als auch bei Organisationen vor allem eines: Resilienz. 

Doch was genau bedeutet Resilienz? Wie können Unternehmen ihre organisationale Resilienz stärken? Und wie kann das Zukunftszentrum Digitale Arbeit Sachsen-Anhalt Unternehmen auf ihrem Weg zu mehr Resilienz unterstützen? Diesen Fragen gehen wir in diesem Blogbeitrag nach.

 

Resilienz als Zukunftskompetenz

Anlässlich der Woche der Seelischen Gesundheit des Aktionsbündnisses Seelische Gesundheit vom 10. bis 20. Oktober 2026 rückt das Zukunftszentrum Digitale Arbeit Sachsen-Anhalt das Thema Resilienz in den Fokus. Resilienz gehört zu den 30 Zukunftskompetenzen, die in den kommenden fünf Jahren besonders wichtig sein werden (1). Sie bedeutet, mit Belastungen und Veränderungen konstruktiv umzugehen, gestärkt aus ihnen hervorzugehen und dadurch psychisch, sozial sowie organisational widerstandsfähig zu bleiben (1). Resilienz ist damit nicht nur eine individuelle Kompetenz einzelner Beschäftigter, sondern auch eine Kompetenz von Organisationen (2). 

 

Wie Unternehmen ihre organisationale Resilienz stärken können

Organisationale Resilienz beschreibt die Fähigkeit von Organisationen, sich an ein wandelndes Umfeld anzupassen und Veränderungen zu bewältigen (3). Am Beispiel der drei Ansatzpunkte Führung, Kommunikation und Wissensmanagement wird deutlich, wie Unternehmen ihre organisationale Resilienz stärken können. Das Zukunftszentrum Digitale Arbeit Sachsen-Anhalt bietet Betrieben passende Unterstützungs- und Qualifizierungsmöglichkeiten:

  • Führung: Der Führungsstil resilienter Unternehmen ist durch Ermutigung, Unterstützung und Fehlertoleranz geprägt (4) (5). Eigenverantwortung und Autonomie der Mitarbeitenden stehen dabei sowohl im physischen als auch im digitalen Raum im Mittelpunkt (6). Dadurch werden Entscheidungen zügiger getroffen und es kann schneller auf unvorhergesehene Veränderungen reagiert werden (4) (6). Im kostenfreien Workshop Führen auf Distanz – Wie Sie Teams im Homeoffice motivieren, steuern und stärken entwickeln Sie Ihren eigenen Führungsstil weiter und lernen, wie Sie Teams auch über räumliche Distanz hinweg erfolgreich führen.

  • Kommunikation: Resiliente Unternehmen zeichnen sich durch einen offenen Austausch sowie eine regelmäßige Kommunikation über relevante und aktuelle Veränderungen, Entwicklungen und Vorgänge aus (2) (6). Dadurch werden Transparenz für alle Beteiligten sowie Sicherheit geschaffen (6). Moderne digitale Kommunikationstools werden dabei aktiv genutzt (6). Im kostenfreien Workshop Gespräche, Konflikte und Meetings analog & digital souverän meistern lernen Führungskräfte und Mitarbeitende, wie sie Gespräche effektiv führen und Meetings mit modernen digitalen Tools effizient gestalten.

  • Wissensmanagement: In resilienten Unternehmen werden vorhandenes Wissen und relevante Informationen zugänglich gemacht und aktiv geteilt. Somit können Mitarbeitende bei auftretenden Veränderungen aus Erfahrungen, Fehlern und voneinander lernen (4) (5). Im kostenfreien Workshop Effektives Wissensmanagement im Unternehmen: Wissen sichern und teilen lernen Sie Methoden und Tools kennen, mit denen relevantes Wissen im Unternehmen identifiziert, gesichert und gezielt weitergegeben werden kann. 

 

Am erfolgreichsten sind Unternehmen dann, wenn sie Veränderungen nicht als Bedrohung, sondern als Chance für Wachstum und Lernen verstehen (7). Sie sind dadurch langfristig wettbewerbsfähiger. Resilienz ist damit eine Schlüsselkompetenz für den Erfolg eines Unternehmens (7). 

 

Nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf. Wir freuen uns auf den Austausch! 

 

Ihr Team vom Zukunftszentrum Digitale Arbeit Sachsen-Anhalt 

 

Ramona Rößner 

Hochschule Merseburg

E-Mail: anna_ramona.roessner@hs-merseburg.de

Telefon: +49 (3461) 46-2839

 

Quellen

(1) Rampelt, F., Matthes, W., Hannken-Illjes, K., Sandmeir, A., Gehrs, V., Horstmann, N., Kunz, A. M., Eigbrecht, L., Johannsen, T., Blum, S., Frank, S., Sutter, C., & Koch, H. (2025). Future Skills 2030: Ein aktualisiertes Framework für Zukunftskompetenzen. Zenodo. https://doi.org/10.5281/ZENODO.17910748

(2) Soucek, R., Ziegler, M., Schlett, C., & Pauls, N. (2018). Resilienz als individuelle und organisationale Kompetenz: Inhaltliche Erschließung und Förderung der Resilienz von Beschäftigten, Teams und Organisationen. In M. Janneck & A. Hoppe (Eds.), Gestaltungskompetenzen für gesundes Arbeiten: Arbeitsgestaltung im Zeitalter der Digitalisierung (pp. 27–37). Springer. https://doi.org/10.1007/978-3-662-54950-6_3

(3) ISO 22316 (2017). Security and resilience — Organizational resilience — Principles and attributes. International Organization for Standardization.

(4) Becker, M., Daube, C. H., Peskes, M., Reinking, E., & Semenischev, C. (2026). Resilienz als Schlüsselkompetenz für zukunftsfähige Unternehmen im digitalen Zeitalter - Teil 4: Merkmale und Kernfaktoren resilienter Organisationen, IUCF Working Paper, No. 4/2026, ZBW - Leibniz Information Centre for Economics.

(5) Röhe, A. (2022). Kennzeichen resilienter Organisationen. In A. Röhe, Das resiliente Unternehmen – Die Krisen der Zukunft erfolgreich meistern (pp. 51–67). Springer. https://doi.org/10.1007/978-3-662-64815-5_5

(6) Hänggi, R., Luban, K., & Bernard, G. (2022). Stärkung der Resilienz in Unternehmen: Das Rapperswiler Resilienzmodell. In K. Luban & R. Hänggi (Eds.), Erfolgreiche Unternehmensführung durch Resilienzmanagement: Branchenübergreifende Praxisstudie am Beispiel der Corona-Krise (pp. 245–264). Springer. https://doi.org/10.1007/978-3-662-64023-4_17

(7) Hoffmann, O. (2025). Agilität und Anpassungsfähigkeit. In O. Hoffmann, Psychologie und Strategie im Business Planning: Praxisrelevantes Kompendium von der mentalen Landkarte bis zur Blaupause (pp. 65–75). Springer. https://doi.org/10.1007/978-3-662-71424-9_7